Waffengattung bei der Bundeswehr – Bedeutung und Unterschiede
Bundeswehr-ABC
Der Begriff Waffengattung bezeichnet traditionell die verschiedenen militärischen Fachrichtungen innerhalb der Streitkräfte. In der heutigen Bundeswehr wird jedoch überwiegend der Begriff Truppengattung verwendet, insbesondere im Heer. Truppengattungen fassen Soldatinnen und Soldaten mit ähnlichen Aufgaben, Fähigkeiten und Einsatzschwerpunkten zusammen. Beispiele sind die Panzertruppe, die Jägertruppe oder die Artillerietruppe.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Waffengattung“ und „Truppengattung“ häufig gleichbedeutend verwendet. Offizielle Veröffentlichungen der Bundeswehr sprechen heute jedoch in der Regel von Truppengattungen.
Inhalte:
Was ist eine Waffengattung?
Historisch bezeichnete eine Waffengattung Soldatinnen und Soldaten mit gleichen militärischen Aufgaben und vergleichbarer Ausrüstung. In der heutigen Bundeswehr wird dieser Begriff nur noch selten offiziell verwendet.
Stattdessen spricht die Bundeswehr überwiegend von Truppengattungen.
Was ist der Unterschied zur Truppengattung?
Inhaltlich unterscheiden sich beide Begriffe kaum. Während „Waffengattung“ eine traditionelle Bezeichnung ist, beschreibt „Truppengattung“ die heutige offizielle Gliederung innerhalb des Heeres.
Für Bewerber ist deshalb vor allem der Begriff Truppengattung relevant.
Welche Truppengattungen gibt es?
Zu den bekanntesten Truppengattungen gehören:
- Jägertruppe
- Panzertruppe
- Panzergrenadiertruppe
- Fallschirmjägertruppe
- Gebirgsjägertruppe
- Artillerietruppe
- Pioniertruppe
- Heeresaufklärungstruppe
- ABC-Abwehrtruppe
- Fernmeldetruppe
Jede Truppengattung verfügt über eigene Aufgaben, Ausbildungswege und Einsatzschwerpunkte.
Welche Aufgaben übernehmen sie?
Die Aufgaben richten sich nach dem jeweiligen Auftrag.
Je nach Truppengattung gehören dazu beispielsweise:
- Kampf- und Sicherungsaufgaben
- Aufklärung
- Pionier- und Brückenbauarbeiten
- Artillerieunterstützung
- ABC-Abwehr
- Führungs- und Kommunikationsunterstützung
- technische Spezialaufgaben
Im Einsatz arbeiten die verschiedenen Truppengattungen eng zusammen.
Welche Bedeutung hat die Wahl der Truppengattung?
Die Truppengattung beeinflusst deine spätere Ausbildung, deine Aufgaben und deine Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Bundeswehr. Deshalb solltest du dich bereits vor der Bewerbung über die verschiedenen Einsatzbereiche informieren.
Im Bewerbungsgespräch kannst du deine Wunschverwendung und bevorzugte Truppengattung angeben. Die endgültige Entscheidung richtet sich jedoch nach deiner Eignung und dem Personalbedarf.
Tipps für Bewerber
Informiere dich frühzeitig über die verschiedenen Truppengattungen und ihre Aufgaben. Überlege, ob du dich eher für technische, kämpfende, aufklärende oder unterstützende Tätigkeiten interessierst. Eine gute Vorbereitung erleichtert dir die Wahl der passenden Verwendung.
Wenn du dich auf das Auswahlverfahren vorbereiten möchtest, findest du beim Ausbildungspark Verlag Fachbücher und Online-Testtrainer für den Bundeswehr-Einstellungstest. Die Vorbereitungsmaterialien werden vom Deutschen BundeswehrVerband empfohlen und unterstützen dich gezielt bei der Vorbereitung auf den CAT-Test, das Vorstellungsgespräch und weitere Bestandteile des Auswahlverfahrens.
Fazit
Der Begriff Waffengattung wird heute meist durch den offiziellen Begriff Truppengattung ersetzt. Beide bezeichnen militärische Fachrichtungen mit unterschiedlichen Aufgaben und Einsatzschwerpunkten. Wer die verschiedenen Truppengattungen kennt, kann seine Wunschverwendung gezielter auswählen und seine Karriere bei der Bundeswehr besser planen.
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