Gelöbnis bei der Bundeswehr – Bedeutung, Ablauf und Unterschiede zum Eid
Bundeswehr-ABC
Das Gelöbnis ist ein feierlicher Akt, mit dem sich Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zu ihren Pflichten bekennen. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie Freiwillig Wehrdienstleistende geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Berufssoldatinnen und Berufssoldaten leisten anstelle des Gelöbnisses einen Diensteid. Das Gelöbnis findet in der Regel nach den ersten Wochen der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) statt und stellt einen wichtigen Meilenstein der militärischen Ausbildung dar.
Für viele Soldatinnen und Soldaten gehört das Gelöbnis zu den emotionalsten Momenten ihrer Dienstzeit. Es markiert den bewussten Beginn ihrer Verantwortung im Dienst der Bundesrepublik Deutschland.
Inhalte:
Was ist das Gelöbnis?
Das Gelöbnis ist eine feierliche Verpflichtungserklärung, mit der sich Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie Freiwillig Wehrdienstleistende zu ihren dienstlichen Pflichten bekennen. Mit dem Gelöbnis bringen sie ihre Bereitschaft zum Ausdruck, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und ihre Aufgaben nach Recht und Gesetz wahrzunehmen.
Das Gelöbnis ist ein fester Bestandteil der militärischen Tradition und besitzt eine hohe persönliche und symbolische Bedeutung.
Wann findet das Gelöbnis statt?
Das Gelöbnis wird üblicherweise während der Allgemeinen Grundausbildung abgelegt. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Einheit und Ausbildungsplanung variieren. Häufig findet die Zeremonie nach den ersten Ausbildungswochen statt, wenn die Rekrutinnen und Rekruten bereits grundlegende militärische Kenntnisse erworben haben.
Oft nehmen auch Familienangehörige und geladene Gäste an der feierlichen Veranstaltung teil.
Wie läuft das Gelöbnis ab?
Das Gelöbnis findet in einem feierlichen militärischen Rahmen statt. Nach einem Appell und der Ansprache durch Vorgesetzte oder Ehrengäste sprechen die Soldatinnen und Soldaten gemeinsam die Gelöbnisformel. Häufig wird die Veranstaltung von einem Musikkorps begleitet und endet mit einem gemeinsamen Ausmarsch der angetretenen Formation.
Je nach Standort kann das Gelöbnis öffentlich oder innerhalb einer militärischen Liegenschaft stattfinden.
Worin unterscheidet sich das Gelöbnis vom Diensteid?
Der wesentliche Unterschied besteht im jeweiligen Dienstverhältnis. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie Freiwillig Wehrdienstleistende legen ein Gelöbnis ab. Berufssoldatinnen und Berufssoldaten leisten dagegen einen Diensteid. Inhaltlich unterscheiden sich beide Verpflichtungen nur geringfügig, rechtlich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Formen der Verpflichtung.
Beide unterstreichen die besondere Verantwortung des Soldatenberufs.
Welche Bedeutung hat das Gelöbnis?
Das Gelöbnis macht deutlich, dass Soldatinnen und Soldaten bereit sind, Verantwortung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und ihre dienstlichen Aufgaben zu übernehmen. Es stärkt zugleich das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Einheit und markiert den Übergang von den ersten Ausbildungswochen in den weiteren Verlauf der militärischen Laufbahn.
Für viele Angehörige der Bundeswehr bleibt das Gelöbnis ein unvergesslicher Moment ihrer Dienstzeit.
Tipps für Bewerber
Wenn du dich für die Bundeswehr interessierst, musst du dich auf das Gelöbnis nicht gesondert vorbereiten. Während der Allgemeinen Grundausbildung erfährst du alles über seine Bedeutung und seinen Ablauf. Nutze die Zeit davor, um dich mit den Werten der Bundeswehr und den Rechten und Pflichten von Soldatinnen und Soldaten vertraut zu machen.
Wenn du dich auf das Auswahlverfahren vorbereiten möchtest, findest du beim Ausbildungspark Verlag Fachbücher und Online-Testtrainer für den Bundeswehr-Einstellungstest. Die Vorbereitungsmaterialien werden vom Deutschen BundeswehrVerband empfohlen und unterstützen dich gezielt bei der Vorbereitung auf den CAT-Test, das Vorstellungsgespräch und weitere Bestandteile des Auswahlverfahrens.
Fazit
Das Gelöbnis gehört zu den wichtigsten feierlichen Ereignissen der militärischen Ausbildung. Es steht für die bewusste Übernahme von Verantwortung und den Dienst für die Bundesrepublik Deutschland. Für viele Soldatinnen und Soldaten markiert es den Beginn ihrer aktiven Laufbahn und bleibt ein prägender Moment ihrer Dienstzeit.
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