Grundwehrdienstleistender / Grundwehrdienstleistende (GWDL)
Bundeswehr-Abkürzungen
Ein Grundwehrdienstleistender, abgekürzt GWDL, war ein Soldat, der aufgrund der allgemeinen Wehrpflicht seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr leistete. Die Wehrpflicht galt grundsätzlich für männliche deutsche Staatsbürger und prägte über Jahrzehnte die Personalstruktur der Bundeswehr. Während des Grundwehrdienstes erhielten die Soldaten zunächst ihre militärische Grundausbildung und wurden anschließend in einer Einheit weiter ausgebildet und eingesetzt.
Die Dauer des Grundwehrdienstes wurde im Laufe der Jahre mehrfach verändert und betrug zuletzt sechs Monate. Mit der Aussetzung der verpflichtenden Einberufung zum Grundwehrdienst zum 1. Juli 2011 verlor der Status GWDL für neu eintretende Soldaten seine praktische Bedeutung.
Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen des Neuen Wehrdienstes, bei dem eine freiwillige Dienstzeit von sechs bis elf Monaten grundsätzlich im Status FWDL geleistet wird. Wer sich für mindestens zwölf Monate verpflichtet, wird dagegen als Soldat beziehungsweise Soldatin auf Zeit eingestellt.
Die Bezeichnung GWDL kann dir trotzdem noch in älteren Bundeswehrunterlagen, Lebensläufen ehemaliger Soldaten, Statistiken oder historischen Darstellungen begegnen. Für aktuelle Bewerbungen und deinen heutigen Einstieg in die Bundeswehr sind aber vor allem die Begriffe Neuer Wehrdienst, FWDL und Soldat beziehungsweise Soldatin auf Zeit relevant.
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