Abkürzungen bei der Bundeswehr: Die wichtigsten Kürzel einfach erklärt
Von AGA über BFT bis SaZ: Wir erklären dir die wichtigsten Abkürzungen der Bundeswehr und zeigen, welche Kürzel dir bei Bewerbung, Ausbildung und im späteren Dienst begegnen können.
AGA, CAT, BFT, SaZ oder BAPersBw: Wenn du dich zum ersten Mal intensiver mit der Bundeswehr beschäftigst, stößt du auf die ein oder andere Abkürzung. Diese gehören fest zum Alltag der Bundeswehr dazu – sie tauchen in Stellenausschreibungen, Schreiben, Dienstplänen und Gesprächen auf und begegnen dir teilweise schon während deiner Bewerbung.
Aber keine Sorge: Du musst nicht sämtliche Bundeswehr-Abkürzungen auswendig lernen, bevor du dich bewirbst. Einige Kürzel solltest du aber kennen, weil sie für deinen Einstieg besonders wichtig sind. Hier findest du Abkürzungen, die dir auf deinem Weg zur Bundeswehr besonders häufig begegnen können.
CAT & Co.: Abkürzungen rund um deine Bewerbung
Schon während des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens lernst du die ersten typischen Bundeswehr-Kürzel kennen.
CAT: Computer-assistiertes Testen
Hinter dem CAT verbirgt sich der computergestützte Einstellungstest im Auswahlverfahren der Bundeswehr. Dabei bearbeitest du am Computer unterschiedliche Aufgaben, mit denen unter anderem deine sprachlichen, mathematischen und logischen Fähigkeiten überprüft werden. Wenn also vom CAT-Test die Rede ist, ist dieser Teil des Auswahlverfahrens gemeint.
BAPersBw: Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Hinter dieser auf den ersten Blick etwas umständlichen Abkürzung verbirgt sich das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Die Behörde kümmert sich um zahlreiche Aufgaben rund um Personalgewinnung, Personalführung und Personalentwicklung. Dazu gehören auch die Karrierecenter und das Assessment Center für Führungskräfte.
KarrCBw: Karrierecenter der Bundeswehr
Im Karrierecenter der Bundeswehr finden unter anderem Auswahlverfahren für verschiedene militärische Laufbahnen statt. Wenn du eine Einladung zum Assessment Center erhältst, kann dir diese Abkürzung deshalb beispielsweise in Unterlagen, Kontaktdaten oder Anreiseinformationen begegnen.
NWD, FWD & SaZ: Wie lange möchtest du zur Bundeswehr?
Bei den verschiedenen Formen des Wehrdienstes und den Statusgruppen verwendet die Bundeswehr ebenfalls zahlreiche Abkürzungen. Hier sind die für dich am relevantesten.
NWD: Neuer Wehrdienst
Seit 2026 begegnet dir verstärkt das neue Kürzel NWD für den Neuen Wehrdienst. Das neue Wehrdienstmodell soll mehr junge Menschen für einen Dienst bei der Bundeswehr gewinnen und basiert grundsätzlich weiterhin auf einem freiwilligen Eintritt. Wenn du dich über einen kürzeren Einstieg bei der Bundeswehr informierst, wirst du die Abkürzung NWD häufiger lesen.
FWD & FWDL: Freiwilliger Wehrdienst und freiwillig Wehrdienstleistende
FWD steht für Freiwilliger Wehrdienst. FWDL bezeichnet hingegen die Person, die den Dienst absolviert, also eine freiwillig Wehrdienstleistende oder einen freiwillig Wehrdienstleistenden.
SaZ: Soldatin oder Soldat auf Zeit
Wer sich länger als ein Jahr an die Bundeswehr bindet, begegnet schnell der Abkürzung SaZ: Sie steht für Soldatin bzw. Soldat auf Zeit. Anders als beim freiwilligen Wehrdienst verpflichtest du dich hier für einen festgelegten Zeitraum und kannst beispielsweise eine Laufbahn als Feldwebel oder Offizier einschlagen. Welche Verpflichtungszeit für dich infrage kommt, hängt von deiner Laufbahn und deiner geplanten Verwendung ab.
BS: Berufssoldatin oder Berufssoldat
Berufssoldaten bleiben grundsätzlich dauerhaft im Dienst und bilden damit eine weitere Statusgruppe neben den Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Für die meisten Berufseinsteiger ist der Status BS allerdings nicht der direkte Einstieg, sondern kann sich erst im weiteren Verlauf einer militärischen Karriere ergeben.
AGA, BFT & IGF: Diese Kürzel erwarten dich in der Ausbildung
Spätestens mit deinem Dienstantritt wird die Liste der Abkürzungen länger. Drei davon solltest du am besten vorher schon kennen.
AGA: Allgemeine Grundausbildung
AGA bedeutet Allgemeine Grundausbildung und zählt zu den bekanntesten Bundeswehr-Abkürzungen. Während dieser ersten Ausbildungsphase lernst du die Grundlagen des Soldatenberufs kennen. Je nach Ausbildungsmodell und Bereich können dir heute auch Bezeichnungen wir Grundausbildung, Basisausbildung oder Heimatschutzausbildung begegnen.
BFT: Basis-Fitness-Test
Beim BFT wird es sportlich. Der Basis-Fitness-Test überprüft die körperliche Leistungsfähigkeit und besteht unter anderem aus Pendellauf, Klimmhang und einem Ausdauertest. Soldatinnen und Soldaten absolvieren ihn regelmäßig, auch bereits während der Grundausbildung. Für Bewerberinnen und Bewerber kann der BFT außerdem schon im Assessment relevant werden.
IGF: Individuelle Grundfertigkeiten
Mit IGF sind die individuellen Grundfertigkeiten gemeint. Dahinter stehen grundlegende Fähigkeiten, die Soldatinnen und Soldaten beherrschen und regelmäßig nachweisen müssen. Dazu gehören verschiedene militärische Anforderungen, beispielsweise aus den Bereichen körperliche Leistungsfähigkeit, Schießen oder Selbst- und Kameradenhilfe. Wenn du später im Truppenalltag von IGF-Leistungen hörst, weißt du also schon, worum es geht.
OA, FA & UA: Abkürzungen für Anwärter
Auch bei den Laufbahnen wird gerne abgekürzt. Besonders häufig findest du entsprechende Zusätze direkt hinter einem Dienstgrad.
OA steht für Offizieranwärter, FA für Feldwebelanwärter und UA für Unteroffizieranwärter.
Ein Gefreiter (FA) ist beispielsweise ein Gefreiter, der sich in der Laufbahn der Feldwebel befindet. Bei der Marine gibt es eigene Bezeichnungen, etwa BA für Bootsmannanwärter oder MA für Maatanwärter.
Für dich sind diese Kürzel vor allem interessant, wenn du dich mit den verschiedenen militärischen Laufbahnen beschäftigst. Sie zeigen, dass nicht allein der aktuelle Dienstgrad wichtig ist, sondern auch, für welche weitere Laufbahn jemand ausgebildet wird.
BFD: Hilfe für die Zeit nach der Bundeswehr
Eine Abkürzung, die am Anfang deiner Karriere vielleicht noch weit entfernt klingt, später aber sehr wichtig werden kann, ist BFD. Sie steht für den Berufsbeförderungsdienst der Bundeswehr. Der BFD unterstützt insbesondere Soldatinnen und Soldaten auf Zeit bei ihrer beruflichen Entwicklung und beim späteren Übergang in das zivile Erwerbsleben.
Dabei geht es beispielsweise um Beratung, Aus- und Weiterbildungen oder die Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit nach der Bundeswehr. Gerade bei einer längeren Verpflichtungszeit lohnt es sich deshalb, frühzeitig zu wissen, welche Möglichkeiten der BFD bietet.
Keine Angst vor dem Abkürzungsdschungel
Die ganzen Abkürzungen wirken am Anfang vielleicht noch etwas ungewohnt. Nach den ersten Wochen bei der Bundeswehr gehen viele dieser Kürzel aber schnell in den normalen Sprachgebrauch über. Und niemand erwartet von dir, dass du schon beim Beratungsgespräch jede Abkürzung der Bundeswehr kennst.
Für deine Bewerbung reicht es zunächst, wenn du die wichtigsten Begriffe rund um Auswahlverfahren, Laufbahn und Grundausbildung einordnen kannst. Den Rest lernst du Schritt für Schritt kennen. Und wahrscheinlich dauert es gar nicht lange, bis du ganz selbstverständlich von AGA, BFT und IGF sprichst.
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