Erfahrungsbericht: Einstellungstest Feldwebel

Philipp* (19) kam durch einen Jugendoffizier zur Bundeswehr – und hat sich nach der Schule um eine Ausbildung zum Feldwebel beworben. In seinem Bericht gibt er Tipps zum Auswahlverfahren und Einstellungstest!

Aus der Nähe lernte ich die Bundeswehr zum ersten Mal durch einen Jugendoffizier kennen. Er hat meine Abschlussklasse an der Realschule besucht und erklärt, welche Aufgaben die Bundeswehr hat und an welchen Einsätzen sie teilnimmt.

Vor der Bewerbung: Beratung im Karrierebüro

Ich war neugierig. Bis dahin hatte ich die Bundeswehr als Arbeitgeber noch gar nicht im Kopf gehabt. Das änderte sich nun, und ich machte mich auf der Bundeswehr-Website schlau über mögliche Laufbahnen und Verwendungen. Schließlich habe ich das Karrierebüro der Bundeswehr in meiner Stadt angerufen und einen Beratungstermin ausgemacht.

Beraten wurde ich von einer sehr freundlichen Frau Feldwebel. Wir sprachen darüber, was ich bei der Bundeswehr machen will und kann. Dann hat sie mir einen Bewerbungsbogen gegeben und mich gebeten, für meine Bewerbung einige Unterlagen zusammenzustellen. Darum habe ich mich auch sofort gekümmert.

Schon nach ein paar Tagen habe ich die fertigen Bewerbungsunterlagen im Karrierecenter abgegeben. Die Karriereberaterin hat sich dann um die Weiterleitung ans Personalamt der Bundeswehr gekümmert.

Auswahlverfahren, Tag 1: Einstellungstest am PC

Nach vier Wochen antwortete mir die Bundeswehr auf meine Bewerbung: Ich wurde zu einem zweitägigen Auswahlverfahren ins Karrierecenter in meiner Nähe eingeladen. Am ersten Tag, ich kam leider eine halbe Stunde zu spät, meldete ich mich am Empfang an. Dort erfuhr ich das Wichtigste für die nächsten zwei Tage, bekam meine Bettwäsche und ein Schloss für meinen Spind.

Die Begrüßung hatte bereits begonnen, als ich den Raum mit den anderen Bewerbern betrat. Ein lächelnder Feldwebel erklärte uns den Ablauf der nächsten zwei Tage. Direkt im Anschluss ging es los: Ich machte einen Hörtest und einen Sehtest, wurde gemessen und gewogen. Anschließend gab es Mittagessen.

Nachmittags fand dann der Einstellungstest am Computer statt. Abends hatten wir bis 21 Uhr Freizeit. Ich nutzte die Chance und ging mit ein paar anderen Bewerbern auf ein Bierchen in die Stadt.

Auswahlverfahren, Tag 2: ärztliche Untersuchung, Sporttest, Einplaner

Der zweite Tag begann sehr früh: Aufstehen um halb sechs, Frühstück um sechs. Die ärztliche Untersuchung war gegen sieben Uhr eingeplant. Darauf folgte der Sporttest mit drei Disziplinen: Sprinttest, Klimmhang und Ergometertest.

Anschließend ging es in die Mittagspause, und danach führten wir die Einzelgespräche mit einer Psychologin und einem Offizier. Ich erzählte, warum ich Soldat werden will und erklärte, weshalb meine Noten eher schlecht waren. Das Gespräch dauerte nur zehn Minuten. Danach ging ich direkt zum Einplaner.

Mein Ergebnis im Auswahlverfahren: Ich konnte Feldwebel werden. Ich entschied mich für eine Laufbahn in der Luftwaffe. Die Ausbildung dort trat ich einige Wochen später an. Mein Tipp an alle Bewerber: Präsentiert euch unbedingt authentisch und ehrlich. Zieht euch außerdem vernünftig an: Ein Hemd und eine Stoffhose sind angemessen – T-Shirt und Jeanshose sind es nicht.

*Name von der Redaktion geändert



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